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Das Jahr 2021 markiert einen historischen Anstieg der Immobilienpreise. Wird sich dieser Trend auch 2022 fortsetzen?

  1. Historischer Anstieg im Jahr 2021: +7.8% für Einfamilienhäuser und +6.2% für Wohnungen.
  2. Verlangsamung des Preisanstiegs im vierten Quartal: +0.5%.
  3. Durch die Pandemie vermehrtes Arbeiten im Homeoffice die Attraktivität von ländlichen Gebieten und Tourismusregionen erhöht.
  4. Die Kantone Aargau (+9.8%), Thurgau (+9.8%) und Solothurn (+8.4%) stechen besonders hervor.
  5. Wahrscheinlich Preisanstieg im Jahr 2022, aber mit geringerer Progression.

RealAdvisor, die führende digitale Plattform für Immobilienbewertungen in der Schweiz, hat ihr vierteljährliches Barometer veröffentlicht. Darin wird die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in sämtlichen Agglomerationen des Landes detailliert dargestellt. "Im Anschluss an einen historischen Anstieg der Immobilienpreise in der Schweiz im Jahr 2021 stellen wir im vierten Quartal eine Verlangsamung des Preisanstiegs fest", bemerkt Jonas Wiesel, Mitbegründer von RealAdvisor. Es ist interessant zu beobachten, dass die Preise ausserhalb der Ballungsräume im Laufe des Jahres stärker gestiegen sind. "Die Käufer wollen in grosszügigeren Räumen leben und sind bereit, sich von den Stadtzentren zu entfernen. Dieser Trend ist seit Beginn der Pandemie sehr ausgeprägt" (siehe Einzelheiten im Anhang).

Die Preise für Einfamilienhäuser schiessen in die Höhe, vor allem ausserhalb der Ballungsräume.

Da die Nachfrage unvermindert ist und der Wohnbestand in der Nähe der Ballungsräume kaum zunehmen wird, ziehen Käufer vermehrt Gemeinden in Betracht, die weiter von den grossen Stadtzentren entfernt sind. Insbesondere in den Kantonen Aargau, Thurgau, Solothurn und Bern steigen die Preise mehr als im Schweizer Durchschnitt.

Tourismusregionen als grosse Gewinner

Drei Alpenkantone stechen im Ranking der Top 5 der stärksten Preisanstiege hervor: Glarus (+13.6%), Graubünden (+12.8%) und Nidwalden (+12.3%). "Der Wunsch der Käufer, einen Zweit- oder sogar Erstwohnsitz in den Bergen zu besitzen, kommt allen alpinen Tourismusregionen zugute", sagt Joan Rodriguez, Mitbegründer von RealAdvisor. Im Wallis sind die Preise nach mehreren Jahren Stagnation wieder angestiegen (Häuser +5,6%, Wohnungen +4,8%). In der Region Tessin übersteigen die Preise nach mehreren Jahren des Rückgangs zum ersten Mal das Niveau von 2017.

Im Jahr 2022 dürfte sich der Preisanstieg fortsetzen, aber es ist unwahrscheinlich, dass er die 2021 festgestellte Wachstumsrate erreichen wird.

Quelle: https://realadvisor.ch/de/schweizer-immobilienpreis-barometer-q4-2021